Konjunkturumfrage: Gute Ergebnisse, aber Fachkräfte-Mangel

Die aktuelle Konjunkturumfrage zum ersten Quartal bei den burgenländischen Industriebetrieben zeigt positive Ergebnisse sowie eine etwas bessere Einschätzung als im letzten Quartal. Bis auf die Verkaufspreise werden alle abgefragten Parameter besser beurteilt als in den Vormonaten. "Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Entwicklung zumindest über den Sommer anhalten wird. Eine weitere konjunkturelle Steigerung ist allerdings nicht in Sicht. Jetzt geht es vor allem darum, den positiven Trend abzusichern", analysiert IV Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl im Mai 2018 die aktuelle Konjunkturumfrage der IV Burgenland. Mehr über

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Konjunkturbarometer(c)IVBurgenland

Grafik / Redaktion: Industriellenvereinigung Burgenland, Wilhelm Böhm

 

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Mangel an qualifzierten Fachkräften

DrIngridPuschautzMeidlIndustriellenvereinigungFotoWilhelmBoehm"Die gute Auftrags - und Produktionslage wirkt sich auch erfreulich auf den Beschäftigtenstand aus. Der Trend zu mehr Beschäftigung setzt sich fort. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe geht von einer Zunahme der Mitarbeiter aus, die restlichen Betriebe erwarten einen stabilen Personalbestand", so Ingrid Puschautz-Meidl, die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Burgenland.

Puschautz-Meidl macht aber auch auf den anhaltenden Fachkräftemangel im MINT-Bereich und in der IT aufmerksam: "Das Hauptproblem in diesem Bereich ist allerdings der Mangel an qualifizierten Fachkräften. Probleme gibt es unter anderem bei der Rekrutierung von Technikern sowie im Bereich Forschung und Entwicklung".

 

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Flexible Arbeitszeit

Für die Industriellenvereinigung gibt es noch weitere Anliegen an die politischen Entscheidungsträger: Einerseits das Dauerthema in der burgenländischen Industrie für eine sinnvolle Arbeitszeitflexibilisierung sowie eine Umsetzung der auf Bundesebene angekündigten Deregulierungsmaßnahmen.

Eingefordert wird auch die versprochene Senkung der Abgabenquote. Österreich liegt bei den Steuern und Abgaben im internationalen Vergleich nicht gerade gut. Besonders dringend wäre aus der Sicht der burgenländischen Industrie die in Aussicht gestellte Senkung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne.

 

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Konjunkturumfrage im Detail:

Die derzeitige Geschäftslage wird sehr positiv eingeschätzt. 78 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 72) beurteilen sie steigend, 21 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) der Betriebe bewerten sie als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Befragten (im 4. Quartal 2017 waren es 0) als fallend.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand wird ebenfalls optimistisch gesehen. Von 77 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 54) der befragten Unternehmungen wird er als steigend beurteilt. Das ist gegenüber dem vorigen Quartal ein beachtlicher Zuwachs der guten Einschätzung. 22 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 41) bewerten den Auftragsbestand als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Unternehmen (im 4. Quartal 2017 waren es 5) erwartet rückläufige Aufträge.

Auslandsaufträge

Die Beurteilung der Auslandsaufträge ergibt ebenfalls ein schönes Ergebnis. Immerhin erwarten 49 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 44) steigende Auslandsaufträge, 48 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 45) gleichbleibende und lediglich 3 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rückgängige Auslandsaufträge.

Verkaufspreise

Der einzige negative Aspekt dieser Umfrage zeigt sich bei den Verkaufspreisen. Die hohen Rohstoffpreise in sehr vielen Produktionsbereichen der Industrie und der internationale hohe Wettbewerb drückt auf die Verkaufspreise. Dies führt dazu, dass nur mehr 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) von steigenden Verkaufspreise ausgeht, 80 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 63) der befragten Unternehmen erwarten gleichbleibende und stabile Preise und 8 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.
 

Beschäftigtenstand

So positiv wie lange nicht ist die Einschätzung der Entwicklung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 26 Prozent (12) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden, was besonders erfreulich ist. 72 Prozent (68) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Bei der aktuellen Umfrage rechnen nur 2 Prozent (20) der Betriebe wird den Beschäftigtenstand eventuell reduzieren. Diese Beurteilung betrifft allerdings nur die nächsten 3 Monate!

Geschäftslage

Zuversichtlich und noch besser als im Vorquartal sieht man die Geschäftslage in sechs Monaten. 41 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 22) rechnen mit einer Steigerung. 47 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 67) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.
 
 
 
 
 
 
 
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