Drucken

Olivero, der Wiener Flamenco-Gitarrist mit "Souvenir de Viena"

Auch wenn man beim Anspielen der Singleauskopplung "Viento de Estepa" sofort an ein Musikwerk von Paco de Lucia denkt, stammt diese Flamenco-Nummer aus der Feder des Wiener Gitarristen Olivero.

Am 9. Juli 2021 erscheint das Musikalbum "Souvenir de Viena", auf der sogar der ehemalige, spanische Solosänger von Paco de Lucia "Duquende" einige Songs singt. Wie ein junger Wiener Musiker vom Cello zum Flamenco kommt und was am Flamenco so faszinierend ist, verrät Olivero im Interview mit SCHNAPPEN.AT. Mehr über

2021FlamencoVirtuoseOliveroFotoNathalieMayer 2021OliveroDavidMayerFotoNathalieMayer FlamencoMusikerOliveroOesterreichFotoNathalieMayer FlamencoOliveroFotoNathalieMayer LiveAuftritteOliveroWienFotoNathalieMayer OliverDavidMayerMusikerOliveroFotoNathalieMayer OliveroMitGitarreFotoNathalieMayer SouvenirDeVienaOliveroFotoNathalieMayer VientoDeEstepaOliveroFotoNathalieMayer
 
Fotos (c): Nathalie Mayer
 
 
 
Zum Seitenbeginn
 
 
 

Olivero über Disziplin, Faszination, Feuer & Harmonie 

2021OliveroDavidMayerFotoNathalieMayerSCHNAPPEN.AT: Wer steckt hinter Olivero? 

Olivero: Mein richtiger Name ist Oliver David Mayer. Und aufgewachsen bin ich im schönen Innviertel, in St. Peter am Hart.

Vom Cello zum Schlagzeug

SCHNAPPEN.AT: Warum sind Sie bei der Musik gelandet?

Olivero: In frühester Kindheit musste ich von meinem Vater mit mehr oder weniger strenger Disziplin zum Üben motiviert werden. Die ersten Instrumente, die ich zu lernen begann, waren Cello sowie klassische Gitarre.

Dann entdeckte ich für mich das Schlagzeug, und bei diesem Instrument musste mich niemand mehr zum Üben motivieren. Ganz im Gegenteil, es war eher schwierig, mich vom Schlagzeug wegzubekommen. Als nächstes nahm ich noch die E-Gitarre in mein Repertoire auf und schon bald übte ich täglich mehrere Stunden an diesen Instrumenten.  

Noch etwas später entdeckte ich die Flamenco-Musik für mich und ich habe mich entschieden, neben dem Rock/Pop und Jazz-Studium, meinen musikalischen Schwerpunkt in Flamenco zu setzen.

 

Zum Seitenbeginn

 

Drei bis sechs Stunden täglich Gitarre üben

VientoDeEstepaOliveroFotoNathalieMayerSCHNAPPEN.AT: Wie lange spielen Sie pro Tag Gitarre?

Olivero: Das variiert oft sehr stark, durchschnittlich zwischen drei und sechs Stunden. Es kann aber auch einmal sein, dass ich einen oder zwei Tage pausiere und es kann vorkommen, dass ich mehrere Tage täglich acht bis zehn Stunden übe.

"Musik, die mich fasziniert"

SCHNAPPEN.AT: Ein Wiener, der Flamenco spielt - wie kommt das? Tanzen Sie auch Flamenco?

Olivero: Ich bin vor einigen Jahren durch meinen Vater auf das Album "Friday night in San Fransisco" von Paco de Lucia, Al di Meola und John Mclaughlin gestoßen. Da spürte ich sofort: das ist die Musik, die mich fasziniert! 

Und Flamenco tanzen?

SCHNAPPEN.AT: Tanzen Sie auch Flamenco?

Olivero: Tja, das mit dem Tanzen... Es interessiert mich sehr und ich habe es auch kurz versucht, aber aus zeitlichen Gründen konnte ich es leider nicht regelmäßig pflegen, aber es steht definitiv noch auf meiner to-learn-Liste! 

 

Zum Seitenbeginn

 

Feuer, Energie & Rhythmen

SCHNAPPEN.AT: Warum fühlen Sie sich dem Flamenco verbunden, was ist das Faszinierende an oder in der Flamenco-Musik?

Olivero: Das Feuer, die Energie und die Vielfalt an Rhythmen und harmonischen Möglichkeiten ... Ich kann in dieser Art von Musik meine Emotionen am besten ausdrücken ...

Paco de Lucia, die größte Inspiration

SouvenirDeVienaOliveroFotoNathalieMayerSCHNAPPEN.AT: Die erste Single "Viento de Estepa" erinnert sehr an die Musik von Paco de Lucia, was steckt dahinter?

Olivero: Paco de Lucia ist für mich und meine Musik, sowie für viele andere Flamencomusiker wohl die größte Inspiration in diesem Genre. "Viento de Estepa" ist eine Buleria, und "Bulerias" haben einen typischen Aufbau und einige typische Abläufe, so mag ein Zuhörer vielleicht in verschiedenen "Bulerias" Ähnlichkeiten erahnen, wobei die Harmonien und Motive aber meist völlig anders sind.

Große Ehre

SCHNAPPEN.AT: Am 9. Juli 2021 erscheint "Souvenir de Viena" - auch Duquende, der ehemalige Solosänger von Paco de Lucia hat dabei mitgearbeitet?

Olivero: Ja. Er hat meine Musik gehört und sich spontan dazu bereit erklärt, bei meinem Album mitzuwirken. Dieser Moment war wirklich eine sehr große Ehre für mich. Es war eine fantastische Zusammenarbeit.

 

Zum Seitenbeginn

 

Zukunft: Konzerte, Ziele, Hoffnungen

OliveroMitGitarreFotoNathalieMayerSCHNAPPEN.AT:  Nach der langen Corona-Lockdown-Zeit, sind künftig wieder Konzerte geplant?

Olivero: Konzerte sind schon sehr konkret geplant, aber noch nicht zu 100% bestätigt. Ich hoffe allerdings, dass bald wieder alles zur Normalität zurückkehren wird und Konzerte wieder uneingeschränkt möglich sind.

Live-Auftritte

SCHNAPPEN.AT:  Und die Zukunft, die Ziele, Hoffnungen?

Olivero: In der nächsten Zeit möchte ich vermehrt Live-Auftritte machen und da ich schon wieder sehr viele Kompositionen in der "Schublade" habe, natürlich auch weitere Alben. 

SCHNAPPEN.AT: Alles Gute und herzlichen Dank für das Interview!

  

 Zum Seitenbeginn