Drucken

100 Jahre Republik Österreich & der Festakt der Bundesländer

Zum Jubiläum "100 Jahre Republik Österreich" trafen sich am 4. Oktober 2018 die Landeshauptleute Österreichs unter dem Vorsitz von Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl nach der Unterzeichnung einer Erklärung im Palais Niederösterreich in Wien mit höchsten Repräsentanten der Republik. Allen voran kamen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Mehr über

2018LandeshauptleuteOesterreichFotoBgldLandesmedienserviceSabineBandatChristianBleich 2018OesterreichFestaktHundertJahreRepublikFoto(c)Burchhart AusserodentlicheLHKonferenzFotoNLKBurchhart FestaktHundertJahreRepublikOesterreichFotoBgldLandesmedienserviceSabineBandatChristianBleich HundertJahreFestaktFoto(c)NLKReinberger HundertJahreRepublikOesterreichFotoBgldLandesmedienserviceSabineBandatChristianBleich LandeshauptfrauJohannaMiklLeitnerNiederosterreichFoto(c)NLKBurchhart LandeshauptfrauMiklLeitnerBeimFestaktFoto(c)NLKBurchhart
 
Fotos (c): Bgld. Landesmedienservice Mag. Sabine Bandat, Hans-Christian Siess, Hermann Fercsak, Christian Bleich, NLK Burchhart, Reinberger
 
 
 

Zum Seitenbeginn

 

 

 

Landeshauptleute unterzeichnen Erklärung

Die Landeshauptleute aller Bundesländer betonten bei der von Landeshauptmann Hans Niessl einberufenen, außerordentlichen Landeshauptleutekonferenz am 4. Oktober 2018 die Bedeutung der Länder für die Gründung der Republik und für die erfolgreiche Entwicklung Österreichs. Sie erklärten, dass sie die Zukunft Europas in starken Regionen einer modernen und zukunftsorientierten Europäischen Union sehen würden.

Bereits am 21. Oktober 1918 wurde im heutigen Palais Niederösterreich mit der Konstituierung einer provisorischen Nationalversammlung der Beginn zur Gründung der Republik gesetzt.

Hundert Jahre später unterzeichneten die Landeshauptleute am 4.10.2018 anlässlich "100 Jahre Republik Österreich" folgende Erklärung:

„Während der Monarchie war es den Kronländern mittels kaiserlich dekretierter Landesordnungen untersagt, untereinander in Kontakt zu treten. Es waren die Länder, die nach dem Ersten Weltkrieg und mit dem Ende der Donaumonarchie im Jahr 1918 initiativ wurden. So konnte unter Mitwirkung von Länderkonferenzen zur Etablierung der Republik und zum Verfassungswerdungsprozess maßgeblich beigetragen werden.

Die Landeshauptleute betonen daher - im Bewusstsein der aus einer föderalen Zusammenarbeit entstehenden Vorteile - das „Miteinander“, das seit 1918 zum Postulat der neuen Selbstständigkeit der Länder erhoben wurde.

Seit 1918 hat sich die Republik Österreich trotz schrecklicher historischer Ereignisse und schwieriger Herausforderungen hervorragend entwickelt. Maßgeblich dazu beigetragen haben die österreichischen Bundesländer, die zum Wohle der Republik Österreich stets das Gemeinsame über das Trennende stellten.

Die Landeshauptleute unterstreichen angesichts der folgenschweren Ereignisse der letzten 100 Jahre die Grundprinzipien unserer Republik wie Demokratie, Föderalismus und Grundrechte, die sich bis heute bewährt haben und auch weiterhin zukunftsweisend sind.

Nur starken Regionen, die demokratische Entscheidungen nah an ihren Bürgerinnen und Bürgern treffen, wird es nachhaltig gelingen, den Mehrwert des europäischen Projekts zu vermitteln, den europäischen Gedanken zu stärken und eine gemeinschaftliche Vision zu entwickeln.

Die Landeshauptleute sehen die Zukunft Europas in den starken Regionen einer modernen und zukunftsorientierten Europäischen Union, von der der Gedanke der Demokratie, des Friedens und der Sicherheit ausstrahlt.“

 

 

 Zum Seitenbeginn

 

 

 

 

Der Grundstein der Republik

FestaktHundertJahreRepublikOesterreichFotoBgldLandesmedienserviceSabineBandatChristianBleich"Mit der Gründung der Republik Österreich wurde der Grundstein geschaffen für ein Österreich, das eine Erfolgsgeschichte werden sollte, die bis in die heutige Zeit wirkt", so Landeshauptmann Hans Niessl aus dem Burgenland in seiner Ansprache.

Aus Geschichte lernen

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: "Mit dem heutigen Zusammentreffen senden wir gemeinsam eine ganz wichtige Botschaft. Nämlich nie wieder Krieg auf unserem Kontinent und alles tun, um Friede, Freiheit und Demokratie zu schützen und hochzuhalten". Mikl-Leitner weiter: "Die Geschichte wachhalten, aus der Geschichte lernen und vor allem die richtigen Schlüsse ziehen für die Gestaltung dieses wunderschönen Landes in der Gegenwart und in der Zukunft".

Bedeutend für friedliches Europa

Der Wiener Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Ludwig betonte: "Die heutige Veranstaltung ist sehr stark mit der Geschichte und mit der Stadt Wien verbunden. Die Stadt Wien selbst, die Städte und Gemeinden Österreichs insgesamt sind aber auch heute noch von wesentlicher Bedeutung. Bedeutend für die Entwicklung der Europäischen Union und für das Gestalten unseres Kontinents, für ein gemeinsames, sicheres und friedliches Europa".

Bundespräsident Alexander Van der Bellen: "Die Bundesländer sind die Motoren der Entwicklung Österreichs. Wie das Beispiel der positiven Zusammenarbeit des Burgenlandes mit Westungarn zeigt, sind diese Regionen in ihrer Vielfalt aber auch ein wesentlicher Bestandteil eines föderalen Europas über die Grenzen Österreichs hinaus.“

Vielfältiges Land & Wirtschaftswachstum

HundertJahreRepublikOesterreichFotoBgldLandesmedienserviceSabineBandatChristianBleichBundeskanzler Sebastian Kurz: "Wir sind ein vielfältiges Land, ein Land mit einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent, einem Sozialstaat, der zu den Besten der Welt gehört und wir sind ein Land, das in allen politischen Ebenen gut zusammenarbeitet. Wir sind ein Land, das in der Europäischen Union fest verankert und gewillt ist, dort aktiv mitzugestalten. Heute sollten wir all jenen danken, die als Österreicherinnen und Österreicher stets fleißig daran gearbeitet haben, unser Land wirtschaftlich, gesellschaftlich und sozial stark zu machen“.

Brückenbauer mit Zukunft

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: "Österreich insgesamt und die Bundesländer im Speziellen haben mit ihrer Funktion als Brückenbauer eine große Zukunft, weil sie nach innen Bestand und nach außen Wirkung haben. Diese große Zukunft braucht aber auch Herkunft, braucht aber auch ein Kennen der Geschichte, um sie erfolgreich gestalten zu können.“

 

Zum Seitenbeginn