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Maturantenumfrage: Junge Menschen über Schule, Arbeit & EU

Zum fünften Mal befragte die Industriellenvereinigung (IV) Burgenland und die Bildungsdirektion MaturantInnen über ihre Schule, ihre PädagogInnen, was sie nach der Matura vorhaben und wie sie den Wirtschaftssstandort Burgenland und ihre Arbeitsmarktchancen sehen. Mehr über

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Fotos (c):  IV Burgenland / Bettina Deutsch

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74,86 Prozent mit Schule zufrieden

ManfredGergerHeinzJosefZitzFotoIVBurgenlandBettinaDeutsch "Als oberste Bildungsbehörde im Land ist es das wichtigste Anliegen, dass Schülerinnen und Schüler auf höchstem Niveau ausgebildet und die Ansprüche auf eine pädagogisch und didaktisch wertvolle Unterrichtsgestaltung erfüllt werden", so Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.

Von den 378 befragten MaturantInnen aus allen maturaführenden Schulen Burgenlands, zeigten sich 74,86 Prozent mit ihrer Schule zufrieden. 67 Prozent der Befragten würden den gewählten Schultyp erneut besuchen.

Was Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz neben der durchwegs positiv vorherrschenden Stimmungslage besonders erfreut ist das Ergebnis über die Zufriedenheit der Befragten mit dem Lehrpersonal (79,51 Prozent): "Wir haben durch die wissenschaftliche Umfrage sehr wertvolles Feedback erhalten. Sowohl positive als auch kritische Meinungen spornen uns tagtäglich an und zeigen, dass wir letztendlich auf dem richtigen Weg sind. Wir werden unsere Aufgabe als Wissensvermittler und Pädagoginnen und Pädagogen auch weiterhin im höchsten Ausmaß wahrnehmen, so wie es bisher bereits getan haben“.

 

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Wohin nach der Matura?

Die meisten Maturanten (42 Prozent) sehen sich nach Matura oder dem Zivildienst an einer Universität (2016 – 39 Prozent), 28 Prozent planen den Berufseinstieg (22), 18 Prozent gehen an eine Fachhochschule (12) und gute 12 Prozent wollen einen Auslandaufenthalt (3) anschließen. Fast 17 Prozent sind noch unentschlossen. Beim Universitätsstudium liegt örtlich eindeutig Wien (70) vor Graz. Nach den Fächern befragt, hat das Lehramt die Nase vor den Naturwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und der Technik.

Bei den Fachhochschulstudiengängen wollen 21 Prozent in die Gesundheitswissenschaften, 19 Prozent in die Wirtschaftswissenschaften und 16 Prozent (32) streben ein technisches Studium an. Auch hier zieht es 41 Prozent an eine FH in Wien, 29 Prozent bleiben im Burgenland und 11 Prozent gehen nach Niederösterreich. Immerhin 64 Befragte wollen eine Lehre im Gewerbe, Banken, Industrie oder Tourismus machen.29 Befragte würden sich heute gleich für den Ausbildungsweg der Lehre entscheiden.

"Alle Türen offen"

Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland: „Den Jugendlichen stehen nach der Matura viele Türen offen. Ausschlaggebend für die Wahl des Berufes ist vor allem das persönliche Interesse, Karrieremöglichkeiten, das zu erwartende Einkommen und die Arbeitsplatzsicherheit. Ausschlaggebend für den gewünschten Arbeitsplatz sind besonders ein gutes Arbeitsklima, ein gutes Einkommen, berufliche Herausforderung und viel Freizeit. Hier hätte die Industrie viel zu bieten".

Maturantenumfrage2019FotoIVBurgenlandBettinaDeutschGerger weiter: "Besonders Mitarbeiter im technischen Bereich sind gefragt. Gerade hier entscheiden sich nur mehr die Hälfte der zukünftigen Fachhochschüler im Vergleich zu 2016 für ein technisches Studium. Mehr technische Studienmöglichkeiten an unserer Fachhochschule würden sicher positiv dazu beitragen, dass wieder vermehrt junge Menschen diesen Weg einschlagen“.

Berufsorientierung & Praxis an höheren Schulen?

Geht es nach den Maturanten, sollten Praxisbezug, Berufsvorbereitung und Allgemeinwissen einen größeren Stellenwert im Fächerkanon ihrer Schulen erhalten. Immerhin geben sie an, dass ihre Lehrer nach dem Internet die wichtigsten Auskunftsgeber für ihren beruflichen Werdegang sind und die gebotene Berufsorientierung an den Schulen zu 70 Prozent nicht zur Berufsentscheidung beigetragen hat.

Die Maturanten wünschen sich mehr Infos über Studien- oder Berufsmöglichkeiten, Schnuppertage an Unis, Fachhochschulen und Unternehmen.Kontakt zu Unternehmen gibt es vor allem durch Pflichtpraktika, Ferialjobs, Exkursionen. „Tage der offenen Tür“ und Schnuppertage geben guten Einblick in die Praxis.

Maturanten und der europäische Gedanke?

Standen 2016 77 Prozent hinter dem Europäischen Gedanken, sehen sich diesmal 90 Prozent der befragten Maturanten als EU-Befürworter. Dass besonders das Burgenland vom EU-Beitritt profitiert hat, ist für 90 Prozent Tatsache.

"Unsere jungen Menschen sind als Europäer geboren und aufgewachsen. Sie schätzen die Freiheiten und das Leben in einem Europa ohne Grenzen“, freut sich der IV Präsident über das klare Bekenntnis zu Europa, welches sich auch in der letzten EU- Wahl widergespiegelt hat.

 

 

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