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Messe Wien als Corona-Not-Quartier & Wiener Hilfspakete

Die Stadt Wien hat in der 15.000 Quadratmeter großen Halle A der Messe Wien ein Betreuungszentrum mit 880 Betten für an Corona-Virus erkrankte Menschen eingerichtet. In der Messe Wien sollen die an Covid-19-Erkrankten, die milde oder moderate Krankheitsverläufe aufzeigen und in Heim-Quarantäne müssen, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht können, von medizinischen Fachkräften betreut werden.

Am 18.3.2020 präsentierten die Stadt Wien mit Sozialpartnern weitere Hilfspakete zur Unterstützung von Wiener Unternehmen und Gaststätten sowie Kulturschaffenden und älteren Menschen, die wichitige Wege zurücklegen müssen. „Die Stadt Wien wird gemeinsam mit den Sozialpartnern das Wirtschaftspaket der Bundesregierung punktuell unterstützen, um die Herausforderungen in dieser wohl größten Krise seit 1945 zu meistern“, so Bürgermeister Michael Ludwig. Mehr über

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Fotos (c): PID/ C. Jobst

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Gemeinsame Plattform, Taxigutscheine & Künstler-Auftritte

Um den Wirtschaftsstandort Wien zu stärken können kleinere und mittlere Wiener Unternehmen auf einer gemeinsamen Info-Plattform die eigenen Produkte präsentieren und über diese zentrale Anlaufstelle ausliefern lassen. "Die Wiener Wirtschaft ist sehr breit aufgestellt, die Palette reicht von der produzierenden Industrie über das Gewerbe bis hin zu landwirtschaftlichen Produkten. Dieses Feld wollen wir nicht den internationalen Versandriesen überlassen", erklärt Wiens Bürgermeister Ludwig.

Die Stadt Wien vereinbarte am 18.3.2020 mit den Sozialpartnern auch, dass Schneiderei-Betriebe in Wien Schutzmasken für die Spitäler nach medizinischen Vorgaben fertigen sollen.

 

Zwei Millionen Euro für Home Office

Für Wiener Klein- und Mittelbetriebe werden zur Herstellung von Home Office-Arbeitsplätze für die Anschaffung von Hardware, Software und Installation zwei Millionen Euro Förderung bereitgestellt. Antragsberechtigt sind Wiener Unternehmen bis 250 Beschäftigte, die Förderquote beträgt 75 Prozent, die maximale Fördersumme pro Unternehmen 10.000 Euro.

 

Schanigarten-Gebühr-Erlass

Für Gaststätten, die Schanigärten betreiben, gilt: Die Gebrauchsabgabe wird für die Benützung von Straßenraum zu privaten Zwecken eingehoben. In Zeiten des wirtschaftlichen Stillstands können aber etwa Schanigärten nicht genutzt werden. Betriebe sollen finanziell entlasten werden, indem keine Gebühren für Leistungen eingehoben werden, die derzeit nicht genutzt werden können.

 

Kulturevents vor leeren Rängen

Aufgrund der vielen Kultur-Veranstaltungen, die wegen des Coronavirus abgesagt wurden, werden Kulturevents wie Theaterstücke oder Konzerte vor leeren Rängen aufgezeichnet, um sie live zu übertragen. „Damit erhalten die Künstlerinnen und Künstler ein Einkommen und gleichzeitig wird den Wienerinnen und Wienern in ihren Wohnzimmern Unterhaltung geboten“, erklärte Michael Ludwig, der Wiener Bürgermeister.

Der Stadtsender W24 bringt die Wiener Kunst von Literatur über Kabarett bis zu Musik sowie Bildunsprogramme von und mit dem Physiker Werner Gruber ins Programm.

 

Taxigutscheine ab 65 Jahre

WienerInnen ab 65 Jahre erhalten per Post je einen Taxigutschein im Ausmaß von 50 Euro. „Damit erreichen wir auf der einen Seite, dass die ältere Generation zu den notwendigen Terminen mit dem Taxi fahren kann und dadurch das Infektionsrisiko durch mögliche Kontakte in den Öffis minimiert wird, auf der anderen Seite unterstützen wir die Taxiunternehmen in dieser schwierigen Situation“, so Bürgermeister Ludwig.

 

Wien & 85 Millionen Euro Corona-Hilfspaket

Die Stadt Wien stockt die Mittel für die Unterstützung der Wirtschaft und die Corona Sofortmaßnahmen um 85 Millionen Euro auf. 50 Millionen gibt es für Sofortmaßnahmen, 10 Millionen für die Hilfe von Einzelpersonenunternehmen und Klein- und Mittelbetriebe und 20 Millionen für den Notlagenfonds der Wirtschaftskammer, der für Krisensituationen als Soforthilfe zur Verfügung steht.

 

Kurzparkzonen aufgehoben & 5 Euro Garagenplätze

In Wien wurde als Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die bestehende Kurzparkzonen-Regelung  aufgehoben. Damit ist das Parken ohne Parkschein erlaubt und die Abstellzeit muss nicht beachtet werden. "Die Aussetzung der Kurzparkzonen dient all jenen, die jetzt helfen und weiter zur Arbeit gehen müssen, um unsere Stadt am Laufen zu erhalten. Damit stellen wir in dieser Ausnahmesituation sicher, dass sie nicht von der Kurzparkregelung beeinträchtigt werden", sagte Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Birgit Hebein.

Auch stehen in Wien während der Coronakrise 30.000 Garagenstellplätze um fünf Euro pro Tag zur Verfügung.

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