Weltfrauentag am 8. März findet bereits zum 110. Mal statt

Der Internationale Frauentag, der weltweit jedes Jahr am 8. März begangen wird, entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. 2021 findet der Internationale Frauentag bereits zum 110. Mal statt. Um auf die Gleichstellung von Frauen und Männer aufmerksam zu machen organisieren Frauenbewegungen und Menschen in aller Welt die unterschiedlichsten Veranstaltungen zu dieser Zeit. Mehr über

  • die viruitelle Ausstellung des Landes Niederösterreich - hier
  • die Frauen in der Landwirtschaft & in Burgenland Landwirtschaftskammer - hier
  • zwei Pionierinnen, die die Stadt Wien vor den Vorhang holt - hier
    • Hedy Lamarr & Mizzi Langer-Kauba - hier
  • den Frauentag 2020 im Burgenland - hier und in Wien - hier
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Fotos: PID/Christian Fürthner, NLK/Pfeiffer, LK/Kaiser

 

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Niederösterreich & die virtuelle "110 Jahre Frauentag"-Ausstellung

NoeJohannaRachingerChristianeTeschlHofmeisterMargareteKowallFotoNLKPfeifferIn Niederösterreich richtete das Land Niederösterreich eine virtuelle Ausstellung ein, die auf frauentag-noe.at virtuell besucht werden kann. Die Ausstellung eröffnet Einblicke in die Geschichte der Frauenbewegung, stellt Pionierinnen vor und zeigt wie sich gesellschaftliche Normen und Gesetze auf das Leben der Frauen einst und jetzt auswirken.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus präsentierte die Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister im März 2021 gemeinsam mit Johanna Rachinger, der Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek und Historikerin und Projektleiterin Margarete Kowal die Ausstellung.

Herausforderungen

Teschl-Hofmeister sprach über die schwierigen Herausforderungen von Frauen im Lebensalltag und speziell jetzt in der Corona-Krise: "Es gibt Probleme, die sich im Laufe der Zeit immer wieder verändern und da gilt es hinzuschauen."

Die Landesrätin weiter: "Wir wollen Frauen noch mehr motivieren, sich politisch zu engagieren, denn sie sind es, die am besten für sich selbst sprechen können."

Projekt-Kooperation

Johanna Rachinger, die Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek über die Projekt-Kooperation und über die Nationalbibliothek, die nicht nur die größte Bibliothek des Landes, sondern auch "ein wichtiger kultureller Gedächtnisort für frauen- und genderspezifische Erinnerung" sei: "Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Ausstellung ist ein gutes Produkt geworden."

Rachinger führte weiter aus, dass man sich als Servicestelle sehe und die vorhandenen Materialien bestmöglich aufbereite. Rund 600 Biographien und 400 historische Überblicke zu Frauenvereinen könnten abgerufen werden, betonte Rachinger das „einzigartige Quellenmaterial“. Anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht im Jahr 2018 habe die Österreichische Nationalbibliothek die Dauerausstellung „Frauen wählet!“ online eingerichtet.

Begleitet von Emma 

Historikerin und Projektleiterin Margarete Kowall dazu: "Wie bei jeder Ausstellung steht man zu Beginn vor Räumen.“ Insgesamt gebe es neun Räume, in denen man sich die Geschichte der Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung anschauen könne. Begleitet werde man dabei von Emma. Die Themen der Räume lauten „Frauen bewegen“, „Wir feiern den Frauentag!“, „Lernen wollen, lernen dürfen“, „Keine Musen. Künstlerinnen!“, „Frauen und Arbeit“, „Gegenwind“, „Ganz schön verrückt“, „Ein Nein ist ein Nein ist ein Nein“ und „Frauen und Frieden“. 

 

 

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Galerie "Wien. Stadt der großen Töchter" 

FrauentagPionierinnenFotoPIDChristianFuerthnerjpgDie Stadt Wien stellt am Weltfrauentag am 8. März mit zwei neuen Tafeln für Hedy Lamarr und "Mizzi" Langer-Kauba zwei Pionierinnen in den Mittelpunkt.

Bis Ende März 2021 sind die 24 Pionierinnentafeln der Galerie "Wien. Stadt der großen Töchter" im Arkadenhof des Rathauses Wien ausgestellt.

Pionierinnen

Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal und die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures bei der Enthüllung der neuen Pionierinnentafeln im Arkadenhof des Rathauses: "Am Frauentag geht es darum, Frauen sichtbar zu machen und sie vor den Vorhang zu holen".

Die Pionierinnengalerie

In der Galerie "Wien. Stadt der großen Töchter." sind bereits 24 Pionierinnen vertreten. Bürgermeister Ludwig: "Sie alle haben Herausragendes für unsere Stadt geleistet und sind Vorbilder für uns alle. Gerade an einem historisch wichtigen Ort wie dem Rathaus ist es wichtig, Frauen sichtbar zu machen."

Hedy Lamarr & Mizzi Langer-Kauba

Kathrin Gaal über Hedy Lamarr, die als Erfinderin und Mitentwicklerin des Frequenzsprungverfahrens, auf dessen Basis der heutige Mobilfunk, Bluetooth und WLAN basieren und ab Ende der 1930er Jahre als erfolgreiche Hollywood-Schauspielerin gefeiert wurde: " Die ,großen Töchter‘ der Pionierinnengalerie sind Vorreiterinnen. Eine von ihnen ist Hedy Lamarr. Sie ist abseits von Rollenbildern ihren eigenen Weg gegangen – als Erfinderin und als Hollywood-Schauspielerin."

Vorbilder

FrauenGestaltenZukunftFotoPIDChristianFuerthnerGaal weiter: "Frauen als Vorbilder machen Mädchen und jungen Frauen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und zeigen, dass ihnen alle Chancen offenstehen."

 

Doris Bures, die Zweite Nationalratspräsidentin über die Bergsportpionierin und Unternernehmerin Maria "Mizzi" Langer Kauba, die Geschäftsführerin und Inhaberin des ältesten Sportgeschäftes in Wien (Bergfuchs in der Kaiserstraße) war: "Eine neue Pionierin ist Mizzi Langer-Kauba, die Anfang des 20. Jahrhunderts als einzige Frau an einem Skirennen teilnahm – und sich in einer ,Männerdomäne‘ durchsetzte. Ich hoffe, dass die Galerie alle Mädchen und Frauen ermutigt, ihre Träume zu verwirklichen".

Workshops & Online-Events

Die Stadt Wien ladet am 8. März mit spannenden Videos, 50 Workshops und Kurse sowie Informationen, Tipps, Beratungsangebote und Online-Events zum Online-Frauentag ein. Zum Start in den Frauentag wurde per Video die Frauentags-Fahne durch Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal am Rathaus gehisst.

 

 

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In der Landwirtschaft ist auf Frauen Verlass

Weltfrauentag8MaerzFotoLKKaiserIm Burgenland weist die Landwirtschaftskammer au den Weltfrauentag und die vielfältige Arbeit der Frauen in der burgenländischen Landwirtschaft hin. Werden in Österreich 33 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, sind es im Burgenland 29 Prozent.

Familie, Hof, Vereine

Zwei von drei Bäuerinnen engagieren sich neben Familie und Hof noch ehrenamtlich in Verein und tragen so zum wesentlichen Erhalt von Traditionen und zu einem funktionierenden sozialen und gesellschaftlichen Leben am Land bei.

Kreativität

Nikolaus Berlakovich, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer: "Mit kreativen Ideen, Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und Organisationstalent sind sie hervorragende Betriebsführerinnen und Impulsgeber in der heimischen Landwirtschaft. Gerade in der Coronapandemie haben sie einen wesentlichen Beitrag geleistet, die Menschen mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen."

Kammerrätinnen

Berlakovich über Frauen als Funktionärinnen der Landwirtschaftskammer: "2008 übten sechs Frauen das Amt der Kammerrätin aus. Seit der letzten Kammerwahl 2018 gibt es elf Kammerrätinnen. Damit sind 34 Prozent der Kammerräte weiblich. Dadurch erhalten die Frauen eine aktive Stimme, um die heimische Landwirtschaft mitzugestalten. Das große Interesse der Frauen ist sehr zu begrüßen, da sie immer wieder kreative und innovative Ideen einbringen."

 

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