Verabschiedung vom Burgenland Tourismus

Der stellvertretende Direktor vom Burgenland Tourismus und Leiter des Referates Femdenverkehr im Amt der Burgenländischen Landesregierung Mag. Hans Artner ist seit 1. September 2013 im wohlverdienten Ruhestand. Bei einer Feier im Hotel Burgenland in Eisenstadt, Österreich, bedankten sich Vertreter der Landes, Wirtschaft und Tourismus bei dem 1948 geborenen Hans Artner für sein  hohes Engagement in den vergangenen 20 Jahren. Auch schnappen.at wünscht Magister Artner viel Spaß, Freude und alles Gute für die Zukunft.

Ein Interview mit Mag. Hans Artner - hier

 

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Fotos /Interview (c): Wilhelm Boehm

Interview mit Mag. Hans Artner: "Burgenland-Tourismus immer einen Schritt voraus"

Der gebürtige Oberpullendorfer, mit den Wurzeln aus Salmannsdorf, Mag. Hans Artner, hat als stellvertretender Direktor des Burgenland-Tourismus die erfolgreiche touristische Entwicklung unseres Bundesland in den letzten 20 Jahren maßgeblich mitgestaltet. Er erinnert sich zurück und spricht auch an, was nötig sein wird, um die Zukunft positiv gestalten zu können.

schnappen.at: Was waren einst ihre Beweggründe im Tourismus einzusteigen?

Mag. Hans Artner:  Ich war damals  um die 40 Jahre alt und zuvor 20 Jahre im Bankmanagement im In- und Ausland und zuletzt in Vorarlberg am Raiffeisensektor tätig. Private Gründe und ein neuer Job bei Raiffeisen,sprich Sanierung des Mineralwasserbetriebes Waldquelle,  brachten mich zurück ins Burgenland. Einige Jahre danach hat mich der damalige Landeshauptmannstellvertreter Gerhard Jellasitz gefragt, ob ich das Amt des stellvertretenden Landes-Tourismusdirektors antreten möchte? Dass ich auf diesem Gebiet außer weltweite Reisen als junger Rucksacktourist, keinerlei Erfahrung hatte, störte ihn nicht, vielmehr war ihm wichtig in mir eine Vertrauensperson im Verband zu haben. Und so war ich im Landesverband von 1994 bis zum letzten Tag in der gleichen Position aktiv, während ich 1998 auch noch im Amt der Burgenländischen Landesregierung zum Leiter des Hauptreferates Fremdenverkehr bestellt wurde und somit eine Doppelfunktion inne hatte. Das Vertrauen hat bis heute gehalten.

schnappen.at: In Zeiten des Ziel 1 Gebiets war sehr viel im Aufbruch. Das muss sehr spannend gewesen sein?

Mag. Hans Artner: Das war in der Tat die Zeit in der das Burgenland viel von den EU-Förderprogrammen, bei denen ich für die touristische Infrastruktur eben zuständig war, aber auch von der Grenzöffnung profitiert hat. Die Grenzöffnug war insbesondere für den Gast sehr wesentlich, denn dieser kennt keine Grenzen und will sich frei bewegen. Ich hatte auch das große Glück von Beginn an bei der Umsetzung des neuen Landes-Tourismusgesetzes und dem Aufbau von Tourimusstrukturen dabei zu sein, wobei ich nie Schreibtischtäter, sonder immer draußen an der Basis bei den Betrieben und örtlichen Verbänden und Gemeinden war. Mit dem Gesetz wurden dann erstmals professionelle Rahmenbedingungen für den Tourismus geschaffen, z.B. die dreistufige Organisationsform in örtliche Tourismusverbände, Regionalverbände und dem Landes-Tourismusverband. Diese dreistufige Struktur besteht bis heute und sollte über eine neue Konkretisierung der exakten Aufgabenbereiche nun aktualisiert und reformiert werden.

schnappen.at: Lässt sich das Burgenland als Gesamtmarke international vermarkten oder geht das doch nur über die einzelnen recht unterschiedlichen Regionen?

Mag. Hans Artner: International  kann es nur über eine gemeinsame Dachmarke Burgenland funktionieren. Diesbezüglich muss aber definiert werden, was für uns international ist.  Bisher haben  wir international sehr stark mit der Region Neusiedler See gepunktet, doch es verlagert sich zunehmend. Auch das Mittel- und Südburgenland entwickeln sich prächtig. Entsprechende Angebote im Gesundheitstourismus und Wellnessbereich sowie Naturparke aber auch Wein- Kulinarik-Kultur und Radfahrmöglichkeiten machen auch diese Regionen zum Renner und die Marke Burgenland immer attraktiver.


Schnappen.at: Wie lagen vor 20 Jahren die Nächtigungszahlen und was bringt die Zukunft?

Mag. Hans Artner: Damals war man bei  rund 1,5 Millionen Nächtigungen, während diese Zahl heute bei rund 3 Millionen liegt. Bezüglich Betten ist die Anzahl mit rund 22.000 in etwa gleich geblieben, aber da hat sich die Qualität immens gesteigert.  Gelungen ist es uns auch über grenzüberschreitende Projekte die Ostöffnung für unseren Tourismus zu nützen. Da spielen grenzüberschreitende Rad- Wander- und Pilgerwege eine große Rolle. Mit Recht bezeichnen wir uns als das Radwanderland Nummer 1. Hier warne ich aber davor, diesen Status als gegeben hinzunehmen. Wenn wir es nicht schaffen über ein perfektes Leitsystem und Onlineservice immer einen Schritt voraus zu sein, wird dieses Image gegenüber dem Gast auch rasch wieder verspielt. Generell sehe ich überhaupt noch großes Vernetzungspotential von Kultur, Wein, Gastronomie und Gesundheitstourismus. Über all diese Faktoren ist es gelungen, dass Burgenland zu einer Ganzjahres-Urlaubsdestination zu machen. Gerade diese Vernetzung muss stark forciert werden. Da wird auch die Politik gefragt sein, dass ihr beim in Arbeit befindlichen Entwurf für ein modernes Tourismusgesetz in einer Übereinstimmung mit der Tourismuswirtschaft ein großer Wurf gelingt.

Schnappen.at: Und was werden sie in Zukunft tun?

Mag. Hans Artner: Ich bin selber das gesamte Radwegenetz im Burgenland abgefahren bin und werde weiterhin die  touristischen Angebote des Landes verstärkt nutzen. Aber auch auf ausgedehnte Reisen mit meiner Frau und auf mein Hobby, die Waldarbeit in Salmmansdorf, freue ich mich.

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