Industriellenvereinigung fordert: 'Wirtschaft steuerlich entlasten'

Die aktuelle Konjunkturumfrage in der burgenländischen Industrie zeigt weiterhin eine gute Einschätzung der aktuellen Konjunktur. Nach dem Erreichen des Konjunkturhöhepunktes im Herbst geht es jetzt allerdings in Richtung Normalität. Die Industriellenvereinigung, die IV Burgenland präsentierte im April 2019 die aktuellen Daten und beurteilt die Konjunktur weiterhin optimistisch und fordert eine steuerliche Entlastung auch für Großunternehmen und KMU. Mehr über

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    • Konjunkturumfrage 1. Quartal 2019 im Detail - hier
  • die Konjunkturumfrage des vierten Quartals 2018 - hier
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  • die Konjunkturumfrage zum ersten Quartal 2018 - hier
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KonjunkturBaromater1Qu2019

Grafik: Industriellenvereinigung Burgenland

 

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Konjunktur-Barometer des 1. Quartals 2019

Die burgenländische Industrie beurteilt die aktuelle Konjunktursituation weiterhin relativ optimistisch. Anzeichen einer leichten Abkühlung stellen sich jedoch bereits ein. Steuerliche Entlastung, auch der Großunternehmen, sei das Gebot der Stunde.

DrIngridPuschautzMeidlIndustriellenvereinigungFotoWilhelmBoehm„Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2019 der IV Burgenland und der Sparte Industrie zeigt ein relativ stabiles Bild, allerdings bereits mit leichten Eintrübungen“, fasst Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen.

Geschäftslage weiterhin stabil

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen befinde sich entgegen dem bundesweiten Trend weitgehend stabil auf hohem Niveau. Auch die Geschäftslage in den nächsten Monaten werde trotz wachsendem Kostendruck aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise weiterhin vorsichtig optimistisch gesehen. Unterstützt werde diese Einschätzung auch durch wichtige Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des Industriestandortes in den vergangenen Monaten. Dazu zählt die Geschäftsführerin der Industirellenvereinigung das neue Arbeitszeitgesetz und die beschleunigten Genehmigungsverfahren von Infrastrukturprojekten.

Auslandsaufträge gedämpft

Die Auslandaufträge beurteilen die Unternehmer etwas gedämpfter gegenüber dem vorigen Quartal. Die zunehmende Vorsicht sei vor allem den protektionistischen Entwicklungen und den zahlreichen Unsicherheiten im internationalen Umfeld wie z.B. den weiterhin bestehenden Unklarheiten zum Brexit-Thema geschuldet.

Als Indikator für eine weitere leichte Abkühlung der Industriekonjunktur im Burgenland zeige sich die vorsichtigere Einschätzung der Beschäftigungsentwicklung. Teilweise mitverantwortlich dafür sei auch der gestiegene Kostendruck aufgrund der hohen Kollektivvertragsabschlüsse. Auch der Fachkräftemangel bleibe weiterhin ein aktuelles Thema, erklärte Ingrid Puschautz-Meidl.

"Endlich Entlastung auch für Großunternehmen und KMU"

Gestiegene Energiekosten, vor allem durch die Strompreiszonentrennung, sowie der weiter gestiegene Lohnkostendruck im Vergleich zu den Nachbarländern, befeuert durch die hohen Kollektivvertragsabschlüsse belaste die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen enorm. „Gerade in Zeiten einer zu erwartenden Konjunktureintrübung sind daher weitere wirtschaftspolitischer Anreize, vor allem die versprochene steuerliche Entlastung der Wirtschaft durch die Bundesregierung im Zuge der Steuerreform enorm wichtig. Höchste Priorität dabei hat eine rasche und signifikante Senkung der KÖST, um die Investitionen im Land voranzutreiben“, fordert Puschautz-Meidl endlich eine Entlastung auch für Großunternehmen und KMU.

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Die Konjunkturumfrage des ersten Quartals 2019 im Detail:

Anm.: Die () Klammerwerte zeigen die Vergleichswerte des 4. Quartals 2018 an.

Die derzeitige Geschäftslage zeigt sich gegenüber dem Vorquartal ziemlich konstant. 76 Prozent (79) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 24 Prozent (20) der Betriebe beurteilen sie als gleichbleibend stabil und niemand der Befragten (1) als fallend.

Auch der Auftragsbestand bleibt stabil. Von 76 Prozent (74) der befragten Unternehmen wird er weiterhin als steigend beurteilt. Wie im Vorquartal sehen 24 Prozent (24) eine gleichbleibende Entwicklung des Auftragsbestandes und niemand der Unternehmen (2) erwartet rückläufige Aufträge.

Die Beurteilung der Auslandsaufträge zeigt sich schwach optimistisch. 48 Prozent (64) gehen von steigenden Auslandsaufträgen aus. Während die Hälfte der befragten Betriebe, nämlich 51 Prozent (29) von einer gleichbleibenden Anzahl an Auslandsaufträgen ausgeht, erwartet 1 Prozent (7) der Befragten rückläufige Auslandsaufträge.

Bei den Verkaufspreisen in drei Monaten zeigt sich tendenziell ein konstantes Bild. 3 Prozent gehen (6) von steigenden Verkaufspreisen aus, 91 Prozent (85) der befragten Unternehmen erwarten stabile Preise und 6 Prozent (9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.

Etwas rückläufig zeigt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 3 Prozent (17) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden. 93 Prozent (71) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus und 4 Prozent (12) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

Die Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten wird wieder etwas zuversichtlicher gesehen. 21 (8) Prozent rechnen mit besseren Ergebnissen. 64 Prozent (79) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 15 Prozent (13) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage in sechs Monaten aus.

 

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Konjunkturumfrage des vierten Quartals 2018

Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage bei den burgenländischen Unternehmen hat sich gegenüber dem Konjunkturhoch im Vorquartal konsolidiert und zeigt sich aktuell auf einem leicht reduzierten, aber weiterhin hohem Niveau.

„Auch wenn 2019 ein deutlich schwierigeres Jahr mit vielen politischen und ökonomischen Fragezeichen sein wird, bleibt die Erwartungshaltung bei der burgenländischen Industrie grundsätzli

 

ch positiv. Die Phase überdurchschnittlicher Wachstumsraten ist allerdings vorüber. Wir bewegen uns in Richtung „Normalisierung der Industriekonjunktur“, analysiert Ingrid Puschautz-Meidl, Geschäftsführerin der IV Burgenland, die Ergebnisse der Konjunkturumfrage. 

Konjunkturbarometer(c)IVBurgenland032019

Der Großteil der Unternehmen geht auch in den nächsten Monaten von einer stabilen Geschäftslage aus. Trotz der anhaltenden Untersicherheiten im internationalen Handel (Brexit, Handelskonflikte), halten sich die derzeitigen Auslandsaufträge weiterhin auf hohem Niveau und tragen damit wesentlich zur guten Wirtschaftslage bei.

Ein Indikator für eine insgesamt weiterhin stabile Einschätzung der Konjunktur ist die doch positive Beurteilung der Entwicklung der Beschäftigung.

Gestiegene Energiekosten und die hohe Steuer- und Abgabenlast im Vergleich zu den Nachbarländern belasten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen enorm. Für eine weiterhin positive Konjunkturentwicklung bedarf es daher weiterer wirtschaftspolitischer Anreize.

„Einen besonders effektiven Hebel würde die rasche Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) bewirken“, weist Puschautz-Meidl auf die Vorteile dieser Maßnahme hin. Das BIP würde um rund 0,9 Prozent stärker wachsen, die Investitionen um rund zwei Prozent zulegen, die Beschäftigung um rund 10.000 Arbeitsplätze und das Jahresnettoeinkommen und rund 250 Euro steigen. „Das heißt, mit jedem Euro, um den die KöSt gesenkt wird, erhöht sich die Lohnsumme um 50-75 Cent“, so Ingrid Puschautz – Meidl.

 

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Das vierte Quartal 2018 im Detail

Anm.: Die () Klammerwerte zeigen die Vergleichswerte des 3. Quartals 2018 an.

Die derzeitige Geschäftslage hat sich nach ihrem Höchstwert im Vorquartal auf leicht reduziertem Niveau konsolidiert. 79 Prozent (94) der Industriebetriebe bewerten sie immer noch als steigend, 20 Prozent (5) der Betriebe beurteilen sie als gleichbleibend stabil und weiterhin nur 1 Prozent der Befragten (1) als fallend.

Auch der Auftragsbestand wird trotz leichtem Rückgang immer noch als überdurchschnittlich gesehen. Von 74 Prozent (94) der befragten Unternehmungen wird er als weiterhin als steigend beurteilt. 24 Prozent (5) sehen eine gleichbleibende Entwicklung des Auftragsbestandes und nur 2 Prozent der Unternehmen (1) erwartet rückläufige Aufträge.

Die Beurteilung der Auslandsaufträge zeigt sich marginal abgeschwächt, aber immer noch relativ konstant. 64 Prozent (69) gehen von steigenden Auslandsaufträgen aus. Wie im Vorquartal sehen 29 Prozent (29) eine gleichbleibende Entwicklung. 7 Prozent (2) der Befragten erwarten rückläufige Auslandsaufträge.

Mit einer etwas heterogenen aber weitgehend stabilen Entwicklung rechnet man bei den Verkaufspreisen in drei Monaten. Trotz gestiegener Strompreise gehen 6 Prozent (2) von steigenden Verkaufspreisen aus, 85 Prozent (95) der befragten Unternehmen erwarten weiterhin stabile Preise und 9 Prozent (3) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.

Ebenfalls unterschiedlich zeigt sich die Einschätzung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 17 Prozent (8) der befragten Betriebe planen in drei Monaten wieder mehr Arbeitnehmer zu beschäftigen. Dies deutet auf eine weiterhin hohe Kapazitätsauslastung in den Betrieben hin. 71 Prozent (85) gehen von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus, und 12 Prozent (7) der Betriebe planen den Beschäftigtenstand eventuell zu reduzieren.

Etwas gedämpfter aber weiterhin relativ zuversichtlich beurteilt man die Entwicklung bei der Geschäftslage in sechs Monaten.

8 (0) Prozent rechnen wieder mit besseren Ergebnissen. 79 Prozent (98) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 13 Prozent (2) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage in sechs Monaten aus.

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Konjunkturumfrage 1. Quartal 2018: Gute Ergebnisse, aber Fachkräfte-Mangel

Die Konjunkturumfrage zum ersten Quartal 2018 bei den burgenländischen Industriebetrieben zeigt positive Ergebnisse sowie eine etwas bessere Einschätzung als im letzten Quartal. Bis auf die Verkaufspreise werden alle abgefragten Parameter besser beurteilt als in den Vormonaten. "Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Entwicklung zumindest über den Sommer anhalten wird. Eine weitere konjunkturelle Steigerung ist allerdings nicht in Sicht. Jetzt geht es vor allem darum, den positiven Trend abzusichern", analysiert IV Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl im Mai 2018 die aktuelle Konjunkturumfrage der IV Burgenland. Mehr über

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Konjunkturbarometer(c)IVBurgenland

Grafik / Redaktion: Industriellenvereinigung Burgenland, Wilhelm Böhm

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Mangel an qualifzierten Fachkräften

"Die gute Auftrags - und Produktionslage wirkt sich auch erfreulich auf den Beschäftigtenstand aus. Der Trend zu mehr Beschäftigung setzt sich fort. Mehr als ein Viertel der befragten Betriebe geht von einer Zunahme der Mitarbeiter aus, die restlichen Betriebe erwarten einen stabilen Personalbestand", so Ingrid Puschautz-Meidl, die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Burgenland.

Puschautz-Meidl macht aber auch auf den anhaltenden Fachkräftemangel im MINT-Bereich und in der IT aufmerksam: "Das Hauptproblem in diesem Bereich ist allerdings der Mangel an qualifizierten Fachkräften. Probleme gibt es unter anderem bei der Rekrutierung von Technikern sowie im Bereich Forschung und Entwicklung".

 

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Flexible Arbeitszeit

Für die Industriellenvereinigung gibt es noch weitere Anliegen an die politischen Entscheidungsträger: Einerseits das Dauerthema in der burgenländischen Industrie für eine sinnvolle Arbeitszeitflexibilisierung sowie eine Umsetzung der auf Bundesebene angekündigten Deregulierungsmaßnahmen.

Eingefordert wird auch die versprochene Senkung der Abgabenquote. Österreich liegt bei den Steuern und Abgaben im internationalen Vergleich nicht gerade gut. Besonders dringend wäre aus der Sicht der burgenländischen Industrie die in Aussicht gestellte Senkung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne.

 

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Konjunkturumfrage im Detail:

Die derzeitige Geschäftslage wird sehr positiv eingeschätzt. 78 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 72) beurteilen sie steigend, 21 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) der Betriebe bewerten sie als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Befragten (im 4. Quartal 2017 waren es 0) als fallend.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand wird ebenfalls optimistisch gesehen. Von 77 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 54) der befragten Unternehmungen wird er als steigend beurteilt. Das ist gegenüber dem vorigen Quartal ein beachtlicher Zuwachs der guten Einschätzung. 22 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 41) bewerten den Auftragsbestand als gleichbleibend und nur 1 Prozent der Unternehmen (im 4. Quartal 2017 waren es 5) erwartet rückläufige Aufträge.

Auslandsaufträge

Die Beurteilung der Auslandsaufträge ergibt ebenfalls ein schönes Ergebnis. Immerhin erwarten 49 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 44) steigende Auslandsaufträge, 48 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 45) gleichbleibende und lediglich 3 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rückgängige Auslandsaufträge.

Verkaufspreise

Der einzige negative Aspekt dieser Umfrage zeigt sich bei den Verkaufspreisen. Die hohen Rohstoffpreise in sehr vielen Produktionsbereichen der Industrie und der internationale hohe Wettbewerb drückt auf die Verkaufspreise. Dies führt dazu, dass nur mehr 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 28) von steigenden Verkaufspreise ausgeht, 80 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 63) der befragten Unternehmen erwarten gleichbleibende und stabile Preise und 8 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 9) gehen von fallenden Verkaufspreisen aus.
 

Beschäftigtenstand

So positiv wie lange nicht ist die Einschätzung der Entwicklung des Beschäftigtenstandes in drei Monaten. 26 Prozent (12) der befragten Betriebe geht davon aus, dass in drei Monaten mehr Arbeitnehmer beschäftigt werden, was besonders erfreulich ist. 72 Prozent (68) geht von einer konstanten Mitarbeiterzahl aus. Bei der aktuellen Umfrage rechnen nur 2 Prozent (20) der Betriebe wird den Beschäftigtenstand eventuell reduzieren. Diese Beurteilung betrifft allerdings nur die nächsten 3 Monate!

Geschäftslage

Zuversichtlich und noch besser als im Vorquartal sieht man die Geschäftslage in sechs Monaten. 41 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 22) rechnen mit einer Steigerung. 47 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 67) sind der Meinung, dass die Geschäftslage unverändert bleiben wird. 12 Prozent (im 4. Quartal 2017 waren es 11) rechnen mit einer rückläufigen Entwicklung der Geschäftslage in sechs Monaten.
 
 
 
 
 
 
 
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