Wasserstoff als Treibstoff für Busse im Burgenland

Das Burgenland ist nicht nur Österreichs größter Windstromproduzent und damit höchst bedeutend für die Stromautarkie des Landes, sondern leistet durch das Einsparen von Treibhausgasen einen wichtigen Klimaschutzbeitrag. Und, nachdem die ÖBB den Busverkehr auf alternative Antriebe umstellen möchte, testet das Burgenland nun mit dem Wasserstoff-Bus den alternativen Treibstoff, der ebenfalls aus Windenergie hergestellt werden kann. Mehr über

 
Fotos (c):  Bgld. Landesmedienservice
 
 
 

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Wasserstoff für Ökomobilität

DrAloisEckerVorstandsdirektorEnergieBurgenlandFotoPrinzSCHNAPPENatUm die Klimaziele zu erreichen und überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen zu speichern, ist "Ökomobilität" bei der Energie Burgenland ein wichtiges Thema. Dr. Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland: "Mittlerweile erzeugen wir bereits um 50 Prozent mehr Strom, als über das Jahr gerechnet im Land abgesetzt wird. Für den Mobilitätsbereich wird das Thema Wasserstoff bedeutend sein".

ÖBB will alternative Antriebe

"Wir bei Postbus wollen beim klimaschonenenden Verkehr neue Wege beschreiten. Als größtes Busunternehmen Österreichs sehen wir es auch als unsere Verantwortung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unser Ziel ist es, unsere Busverkehre langfristig auf alternative Antriebe umzustellen", erklärt Mag. Silvia Kaupa-Götz, die Geschäftsführerin der ÖBB Postbus GmbH.

Saubere Energie

DI Thomas Nern von Air Liquide Österreich, die weltweit bereits mehr als 100 Wasserstoff-Tankstellen gebaut hat, über die Vorteile von Wasserstoff als Energieträger: "In einer Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft - und erzeugt dabei Energie. Dabei fällt nur Wasser als Nebenprodukt an - somit sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge lokal immer emissionsfrei.”

“Wasserstoff hat eine hohe Energiedichte und eignet sich somit hervorragend als dauerhafter oder kurzzeitiger Energiespeicher und kann mit Strom aus Wind- und Wasserkraft produziert werden. Insbesondere dann ist Wasserstoff das Bindeglied für eine flächendeckende Versorgung mit sauberer Energie und für eine klimaneutrale Mobilität", so Nern weiter.

Zukunft der Mobilität

EnergieBurgenlandStrommastenWindraederFotoPrinz"Die Zukunft der Mobilität wird reichhaltiger sein als wir das heute kennen. Flüssige fossile Kraftstoffe werden weiterhin eine Rolle spielen. Wasserstoff, Elektroantrieb und Erdgas sind dabei sicher Technologien mit Potential und einer grünen erneuerbaren Perspektive und das nicht nur für die Mobilität, sondern auch für Heizung und Prozessenergie", so Mag. Günther Kreuzhuber von der OMV.

Die Wende in der Energiepolitik

"Dem Klimavertrag von Paris als Grundstein für einen neuen und ambitionierten Klimaschutz müssen dringend Taten folgen. Die Herausforderungen zur Bewältigung des Klimawandels und eine Reduktion von Treibhausgas-Emissionen lassen sich langfristig nur durch eine Wende in der Energiepolitik realisieren. Unser ganz klares Ziel für das Burgenland ist deshalb die tatsächliche Energieautarkie bis 2050", setzt Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf auch auf die Möglichkeiten von Wasserstoff.

 

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