IV-Burgenland Initiative "Industrie zum Angreifen" & Karrierewege

IndustrieZumAngreifenFotocIVBurgenland1Am 3. und 4. Februar 2026 fand die Berufsbildungs- und -orientierungsinitiative "Industrie zum Angreifen" der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland statt. Dabei ermöglichten Unternehmen im Burgenland interessierten Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Welt der Industrie.

Im Bild: Lehre in burgenländischen Industrieunternehmen. Foto (c) IV Burgenland

200 Jugendliche mit dabei

"Industrie zum Angreifen" ist eine Initiative der IV-Burgenland, die darauf abzielt, Jugendlichen ab 13 Jahren den Berufsalltag in einem Industrieunternehmen näherzubringen.

2026 nahmen mehr als 200 Jugendliche von Schulen aus dem ganzen Burgenland diese Einladung an und besuchten die teilnehmenden Unternehmen, um Berufsbilder, Arbeitsprozesse und Entwicklungsmöglichkeiten in der burgenländischen Industrie kennenzulernen.

Im Rahmen der Initiative stellten sich Unternehmen zudem an den Schulen vor. Rund 350 Jugendliche wurden auf diesem Weg erreicht.

Vor Ort in Unternehmen

In den Betrieben wurden die Teilnehmenden über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten informiert, lernten die verschiedenen Bereiche und Tätigkeiten des Unternehmens kennen, konnten sich mit Mitarbeitenden austauschen und hatten bisweilen auch die Möglichkeit, an den Produktionsstätten selbst aktiv zu werden und Werksstücke zu produzieren.

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Lehrlinge im Burgenland und die IV-Initiative "Industire zum Angreifen".

Fotos: IV Burgenland, Braun Lockenhaus, Unger Steel Group, MAM Health & Innovation GmbH

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Initiative "Industrie zum Angreifen" 2026: Karriere mit Perspektive

IndustrieZumAngreifenFotocIVBurgenland2"Wir wollen mit ‚Industrie zum Angreifen‘ zeigen, wie vielseitig die Industrie im Burgenland ist und welche spannenden Ausbildungs- und Berufswege hier zu finden sind", so IV-Burgenland Präsident Christian Strasser über die Hintergründe der Initiative Anfang Freburar 2026.

Im Bild: Initiative "Industrie zum Angreifen" Anfang Februar 2026 im Burgenland. Foto (c)IVBurgenland

Industrie erleben: Zwei Tage lang Einblicke in Unternehmen 

Schülerinnen und Schüler konnten sich im Rahmen von "Industrie zum Angreifen" online in Zeitslots für die Unternehmen eintragen. Am 3. bzw. 4. Februar 2026 waren sie dann eingeladen, mit ihren Klassen, mit Freunden oder mit ihrer Familie die Unternehmen zu besuchen.

In die ganze Welt

Strasser weiter: "Industrieunternehmen stellen zahlreiche Gegenstände her, die im alltäglichen Leben zum Einsatz kommen, und exportieren ihre hochqualitativen Produkte in die ganze Welt. Vieles davon bekommt man als Endkonsument oft nur wenig mit. Auch deswegen wollen wir Jugendlichen, die vor der Entscheidung stehen, einen Ausbildungs- oder Berufsweg zu wählen, die vielseitigen Möglichkeiten in der Industrie aufzeigen."

Mechatronik bis Medizintechnik

IndustrieZumAngreifenFotocIVBurgenland5"Ob in Mechatronik, Lebensmitteltechnik, Kunststofftechnik oder Medizintechnik – in der burgenländischen Industrie werden viele verschiedene Ausbildungen und Karrierewege angeboten. Es werden auch stets motivierte junge Menschen gesucht, die zeigen wollen, was sie können. Ich freue mich, dass wir mit ‚Industrie zum Angreifen‘ jungen Interessierten Einblicke in die Industrie ermöglichen konnten", fügte Christina Glocknitzer, Vizepräsidentin der IV-Burgenland hinzu. 

Im Bild: Infos direkt bei den Unternehmen. Foto (c) IV Burgenland

Für die teilnehmenden Unternehmen ergab sich bei "Industrie zum Angreifen" die Möglichkeit, Jugendlichen zu zeigen, wo die Stärken, Aufgabenfelder und Berufsmöglichkeiten des Unternehmens liegen. 

Industrie für junge Menschen

IndustrieZumAngreifenFotocIVBurgenland2"Initiativen wie diese machen Industrie für junge Menschen greifbar. An realen Aufgaben der Produktentwicklung konnten sie erleben, wie spannend industrielle Prozesse sind – und dass Innovation dort entsteht, wo man versteht, ausprobiert und gemeinsam weiterdenkt", sagte Christian Neumann, Chief Product & Innovation Officer, bei MAM Health & Innovation in Großhöflein.

Im Bild: "Industrie zum Angreifen"-Initiative im Burgenland. Foto (c)IVBurgenland

Mitwirkende Unternehmen

Im Burgenland wirkten bei der "Industrie zum Angreifen" Initiative im Februar 2026 folgende Unternehmen mit: BECOM Electronics GmbH in Hochstrass, Caroline Biribauer Metallbau GmbH in Marz, BRAUN Lockenhaus GmbH in Lockenhaus, Burgenland Energie AG in Eisenstadt, Iprona Güssing GmbH in Güssing, ISOSPORT Verbundbauteile GmbH in Eisenstadt, Katzbeck FensterGmbH Austria in Rudersdorf, MAM Health & Innovation GmbH in Großhöflein, Neudoerfler Office Systems GmbH in Neudörfl , PET to PET Recycling Österreich GmbH in Müllendorf, Raab-Oedenburg-Ebenfurter-Eisenbahnen AG, Zweigniederlassung Wulkaprodersdorf, Sattler SUN-TEX GmbH in Rudersdorf, Seal Maker Produktions- und Vertriebs GmbH in Pöttelsdorf, Sigmapharm Arzneimittel GmbH/MoNo chem-pharm Produkte GmbH in Hornstein, trafomodern Transformatorengesellschaft m.b.H. in Hornstein, Unger Steel Group in Oberwart, VOSSEN GmbH & Co KG in Jennersdorf, Weitzer Parkett GmbH in Güssing und Wienerberger Österreich GmbH, Werk Pinkafeld in Riedlingsdorf.

 

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2025: "Die Lehre spielt eine große Rolle in der beruflichen Entwicklung"

LehrlingeFotoUngerSteelGroupMit Herbst 2025 haben in vielen burgenländischen Industrieunternehmen wieder Jugendliche ihre Lehre begonnen. Derzeit gibt es 2.079 Lehrlinge in Ausbildungsbetrieben im Burgenland. Dabei kann die Bedeutung der Lehre nicht hoch genug geschätzt werden. 

Im Bild: Lehrlinge im Burgenland. Foto: (c) Unger Steel Group

Zentrale Bedeutung

"Die Lehre ist für Industrieunternehmen von zentraler Bedeutung, da sie die Grundlage für die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte bildet und somit Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen langfristig sichert", so Aniko Benkö, die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Burgenland am 31. Oktober 2025.

Benkö weiter: "Durch gezielte Nachwuchsförderung schaffen Unternehmen nicht nur eine stabile Personalbasis, sondern ermöglichen jungen Menschen auch attraktive Karrierechancen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Nur mit gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können Industrieunternehmen den Anforderungen des Marktes gerecht werden und nachhaltig wachsen."

233 verschiedene Lehrberufe

Aktuell gibt es in Österreich 233 verschiedene Lehrberufe. Mehr als ein Drittel, nämlich 36,8%, aller 15-Jährigen entschieden sich laut AMS und Wirtschaftskammer 2024 für eine dieser Ausbildungen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der heimischen Industrie, stieg die Zahl der Lehrlinge in der Industrie im Jahr 2024 sogar geringfügig an (+133 Personen).

"Um die Lehre dauerhaft zu attraktiveren, braucht es einen bildungspolitischen Kraftakt, der vom Ausbau der schulischen Bildungs- und Berufsorientierung zu einer persönlichen Beratungs- und Unterstützungsleistung bis zum Gewinnen neuer Zielgruppen für die Lehre wie Erwachsene und Frauen für MINT-Berufe reicht", so die Geschäftsführerin der IV Burgenland.

Burgenländische Industrieunternehmen

Die burgenländischen Industrieunternehmen bieten dabei eine Reihe spannender Lehrberufe.

Das Metall- und GlasbauunternehmenLehrlingeFotocAluSommerGmbH Alu-Sommer GmbH in Stoob bildet MetalltechnikerInnen und Technische ZeichnerInnen aus. Und das mit einer beachtlichen Bilanz: "Seit 1972 haben wir bereits 252 Lehrlinge erfolgreich ausgebildet – darunter 227 männliche und 25 weibliche Lehrlinge", so Lehrlingsbeauftragter Markus Hafenscher.

Was es dafür braucht, ist für Hafenscher klar: "Eine Lehre erfordert nicht nur Motivation und Freude an der Zusammenarbeit im Team, sondern auch technisches Verständnis und handwerkliches Geschick. Wer zusätzlich ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und die Neugier hat, ständig Neues zu lernen, bringt ideale Voraussetzungen mit."

Praktische Fähigkeiten

Zudem spielt die Lehre eine zentrale Rolle in der beruflichen Entwicklung junger Menschen. "Sie vermittelt praktische Fähigkeiten und Fachwissen, die für den Einstieg ins Berufsleben unerlässlich sind. Durch die Lehre erhalten Lehrlinge die Möglichkeit, sich fachlich zu spezialisieren, Selbstständigkeit zu entwickeln und ihre Karrierechancen nachhaltig zu verbessern. Darüber hinaus prägt die Lehre Jugendliche fürs Leben, fördert Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit. Damit trägt die Lehre maßgeblich dazu bei, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu formen und den Wirtschaftsstandort zu stärken", betonte Hafenscher.

Mehr über

  • die Initiative der IV Burgenland "Industrie zum Angreifen" 2026 - hier
  • "Industrie zum Angreifen" 2025 & die 233 Lehrberufe in Österreich - hier
    • Fachkräftemangel mit Lehre entgegenwirken - hier

Lehrlinge im Burgenland

Fotos: Unger Steel Group, Alu-Sommer GmbH

 

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Initiative 2025: Dem Fachkräftemangel mit Lehre entgegenwirken

Beim Stahlbauunternehmen Unger Steel Group in Oberwart werden derzeit sechs Lehrlinge im Lehrberuf "Metalltechnik-Stahlbautechnik" ausgebildet.

"Um qualifiziertes Personal für die Zukunft zu sichern und so dem demographischen Wandel und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken", sagte Personalmanager Harald Franyi.

Franyi weiter: "Die Lehrlinge in diesem Beruf erwartet eine abwechslungsreiche, technisch-handwerkliche Ausbildung im Bereich Stahlbau, wobei höchste Priorität dem Thema Sicherheit gewidmet wird. Für die Ausbildung sollten die Lehrlinge vor allem technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und Genauigkeit mitbringen."

Können & Fähigkeit

Das Können und die Fähigkeiten der Lehrlinge werden auch regelmäßig von außen bestätigt ist Franyi überzeugtr: "Besonders stolz sind wir, wenn unsere Lehrlinge für ihre ausgezeichneten Leistungen in der Berufsschule im Zuge der jährlichen Lehrlingsgala der Wirtschaftskammer Burgenland vor den Vorhang geholt und geehrt werden."

Die Lehrlinge schätzen es darüber hinaus sehr, dass sie nach erfolgreich absolvierter Lehrabschlussprüfung, als Facharbeiter auf anspruchsvollen Projekten weiter beschäftigt werden und sich in verantwortungsvolle Positionen innerhalb des Unternehmens weiterentwickeln können.

Industrie zum Angreifen

Bei der Berufsorientierungsinitiative "Industrie zum Angreifen" öffnen Industrieunternehmen im ganzen Burgenland ihre Türen, um interessierten Jugendlichen die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten in der Industrie näherzubringen.

Die IV-Burgenland möchte damit Jugendliche dabei unterstützen, einen Einblick in die Welt der Industrie zu erhalten und Berufsfelder kennenzulernen.

Nächster Termin:

Am 3. und am 4. Februar 2026 können Jugendliche im Rahmen von "Industrie zum Angreifen" wieder Berufe der burgenländischen Industrie kennenlernen. Informationen dazu erteilt die Industriellenvereinigung, die IV Burgenland.

 

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