Niederösterriech: Distance Learning & Bachelorprüfung per Video

Seit Schließung der Schulen aufgrund der Covid19-Krise, lernen die SchülerInnen unter dem Einsatz von digitalen Lerntools von zu Hause aus. Das "Distance Learning", wie Bundesminister Heinz Faßmann die Schulsituation bezeichnet, zeigt in Niederösterreich eine erste positive Bilanz. Niederösterreichs Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras erklärten am 23. März 2020: „Die Zahlen sprechen für sich: Über 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer und über 80 Prozent der Eltern haben nach der ersten Woche mit den neuen Maßnahmen rückgemeldet, dass der Lernstart gut gelungen ist". An der Ferdinand Porsche FernFH in Wiener Neustadt wurden erstmals sogar Bachelorprüfungen per Videokonferenz durchgeführt.  Mehr über

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Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras.

Foto (c): NLK, Burchhart

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Gesamter Schulbetrieb auf digital umgestellt

"Die Situation ist für uns alle neu und stellt uns gewiss vor einige Herausforderungen. Wir möchten an dieser Stelle auch betonen, dass sich weder Eltern noch Schülerinnen und Schüler Sorgen um Noten oder Leistungsbeurteilungen machen müssen. Es werden die aktuellen besonderen Umstände jedenfalls berücksichtigt werden", so die Bildungslandesrätin Teschl-Hofmeister und der Bildungsdirektor Johann Heuras.

Teschl-Hofmeister weiter: "Nach einer Woche sehen wir aber, dass das „System Schule“ ein sehr flexibles ist und es innerhalb kürzester Zeit gelungen ist, den gesamten Schulbetrieb umzustellen."

SchoolFox und Lernplattformen

"Es hat sich gezeigt, dass sich der Aufbau diverser Lernplattformen und Kommunikationskanäle, wie School Fox oder LMS, durchaus bewährt haben. Sie funktionieren gut und auch der laufende Kontakt zwischen den Lernenden und den Lehrenden ist gewährleistet - sei dies über Mail, eigenen Kommunikations-Plattformen oder über das Telefon", führt Heuras aus und betont, dass seitens der Bildungsdirekton darauf geachtet werde, dass weder SchülerInnen noch Eltern alleine gelassen werden. Der Bildungsdirektor weiter: "Kein Schüler und keine Schülerin darf in dieser herausfordernden Zeit zurückbleiben."

"Um ein qualitative Fortführung des Unterrichts auch von zu Hause aus sicherstellen zu können ist es notwendig, dass die Lerninhalte trotz räumlicher Trennung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, pädagogisch wertvoll aufbereitet und vermittelt werden können. Die Kinder werden heute mit Neuen Medien, Smartphones und Tablets groß. Für sie gehören diese Dinge zum ganz normalen Lebensalltag. Umso wichtiger ist es daher, ihnen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten mit auf den Weg zu geben", so die Bildungs-Landesrätin.

Das Land Niederösterreich hat für den Schulmessenger, dem digitalen Mitteilungsheft „SchoolFox“-Lizenzen für alle niederösterreichischen Pflichtschulen erworben. Über "SchoolFox" ist über den Computer oder per mobiler App eine direkte, einfache Kommunikation zwischen Schulen und Eltern möglich. Die App "SchoolFox" wird bereits von mehr als 520 niederösterreichischen Pflichtschulen in 2.920 Klassen verwendet um via App Nachrichten und Dateien an die Eltern zu versenden, die sie dann unkompliziert bestätigen können.

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Bachelorprüfung von zu Hause aus

AdamcikTanjaFotoStephanHugerDie 2006 gegründete Ferdinand Porsche Fern-Fachhochschule reagierte sehr rasch auf die Coronavirus-Krise und führte erstmals Bachelorprüfungen per Videokonferenz durch. Alle vier Studierenden des Studienganges "Aging Services Management" haben die Prüfungen bestanden und können nun als Fachkräfte im Gesundheitsbereich ihren Einsatz finden.

„Es hat alles sehr gut funktioniert und alle haben bestanden“, freut sich Tanja Adamcik, die Studiengangsleiterin des Bachelorstudienganges "Aging Services Mangagement". Adamcik weiter: "Nach heute kann ich sagen, dass man Studienabschlussprüfungen sehr gut online durchführen kann und die Qualität dieselbe ist wie bei einer Präsenzprüfung."

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