Defibrillator in Wiener Telefonzelle: Überleben bei Herzstillstand

In Österreich sterben jedes Jahr mehr als 12.000 Menschen an plötzlichen Herztod. Durch den raschen Einsatz der kontrollierten Stromstöße mittels Defibrillatoren (Defis) können die Überlebenschanchen nach einem Herz-Kreislaufstillstand erhöht werden. Allein in Wien wurden bereits mehr als 1.000 Defis im öffentlichen Raum installiert. Weil im Bedarfsfall jede Sekunde zählt, stellten Anfang Februar 2020 die Stadt Wien und Puls, Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes gemeinsam mit A1 und Gewista eigens Telefonzellen mit eingebauten Laien-Defibrillatoren auf. Mehr über

  • die ersten Laien-Defibrillatoren in Telefonzellen - hier
  • den Tag der Wiederbelebung am 16. Oktober und die Defibrillatoren im öffentlichen Raum - hier
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Fotos: PID C. Jobst, T. Kluger, M. Votava, D. Bohmann, Walter Schaub-Walzer

 

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Laien-Defibrillator in Telefonzelle

2020TelefonzellenDefibrillatorWienFotoPIDCJobstAnfang Februar 2020 wurden eigens Telefonzellen aufgestellt, die einen eingebauten Laien-Defibrillator beherbergen.

"Unser gemeinsames Ziel ist es, Wien zur HERZsichersten Stadt zu machen“, erklärt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. „Seit 2013 wurden zahlreiche Projekte initiiert und umgesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Wir haben gemeinsam dem Herztod den Kampf angesagt – denn jedes einzelne Leben zählt.“ Wissenschaftlich begleitet werden die Projekte von der MedUni Wien.

"Das Geheimnis der Wiederbelebung ist einfach: es geht um die Zeit, die verstreicht, bis entsprechende Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden. Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10 Prozent, nach rund drei Minuten treten im Gehirn bereits erste nicht wiedergutzumachende Schäden auf“, erklärt Puls-Präsident Harry Kopietz.

Rufen - Drücken - Schocken

Die Ersthelfer-Maßnahmen sind einfach:

  • Nach dem Motto „Rufen – Drücken – Schocken“ erst den Rettungsnotruf 144 rufen,
  • anschließend schnell und kräftig in die Mitte des Brustkorbes drücken und 
  • schnellstmöglich einen der mittlerweile mehr als 1.000 verfügbaren Wiener Defis zum Einsatz bringen.

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Vor Herztod retten

WienRettungDefibrillatorAnHausmauerFotoPIDMartinVotavaAllein in Wien würden außerhalb des Krankenhauses bereits cirka 20 Prozent aller vom plötzlichen Herztod bedrohten Menschen gerettet werden. Künftig sollen in Wien noch mehr Möglichkeiten geschaffen werden, um Menschen mittels Schulungen sowie der Installation von mehr öffentlichen Defibrillatoren zu helfen.

Tag der Wiederbelebung: 16. Oktober

In Wien treffen sich auch anlässlich des Internationalen Tag der Wiederbelebung, der immer am 16. Oktober stattfindet, Vertreter von Organisationen, die Wien zur "herzsichersten Stadt" machen möchten.

In ganz Wien sind an U-Bahn-Knotenpunkten, in Amtshäusern und in Wohnhäusern Defibrillatoren installiert. Auch wurden 12 Defi-Säulen errichtet, die mittels Touchscreen Schritt für Schritt erklären, was im Falle eines Herzstillstandes zu tun ist.

Erfolgsquote Wiederbelebung

"Wien ist in jeder Hinsicht eine sichere Stadt, das gilt auch für die Bekämpfung des plötzlichen Herzstillstandes", spricht Bürgermeister Michael Ludwig besonders den Verein PULS an, der geholfen habe, die Erfolgsquote bei der Wiederbelebung bei plötzlichem Herzstillstand anzuheben, in dem er die Verfügbarkeit von Defibrillatoren im öffentlichen Raum ausgebaut und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert habe.

Schüler sensibilisieren

"Die Sensibiliserung für den plötzlichen Herztod beginnt schon im Volksschulalter. Es ist nie zu früh mit dem Helfen anzufangen", so Harry Kopietz, der Präsident des Vereines PULS und Wiener Landtagsabgeordneter über die Wiederbelebungs-Schulungen für jährlich 20.0000 SchülerInnen.

 

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