Die Initiative "Wollweiber", die von der der Unternehmerin Monika Nemetz-Roither aus Böheimkirchen gegründet wurde, setzte ein beeindruckendes Zeichen der gelebten Solidarität.
400.000 Fleckerl gehäkelt
Während der Corona-Zeit rief die Unternehmerin zum gemeinsamen Häkeln auf.
In der Zwischenzeit beteiligten sich bereits 1.500 Menschen aus ganz Österreich und häkelten und strickten weit über 400.000 große Fleckerl mit einer Größe von 14x14 Zentimeter, die zu Decken zusammengenäht und Menschen überreicht wurden, um ihnen Wärme zu spenden.
Im Bild: 20 Meter lang und 2 Meter breit ist der gehäkelte und gestrickte Wollteppich, der von Monika Nemetz-Rother an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überreicht wurde. Foto: (c) NLK Pfeiffer
20 Meter langer Teppich
Anfang Jänner 2026 überreichte Nemetz-Roither im Namen der Wollweiber der Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Landhaus Niederösterreich in St. Pölten einen 20 Meter langen und zwei Meter breiten roten Häkelteppich, der die Gesamtheit dieses Engagements symbolisiert.
Benefizaktion
Der Teppich soll künftig für eine Benefizaktion eingesetzt werden.
Mehr über
- die Wollweiber-Initiative in Österreich - hier
Fotos (c): NLK Pfeiffer
Decken aus Wolle, Mitgefühl, Zusammenhalt und Hoffnung
Entstanden ist die "Wollweiber"-Initaitive während der Corona-Pandemie im Jahre 2020.
Monika Nemetz-Roither, selbst Unternehmerin im Fleischhandel, in der Gastronomie und Hotellerie mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, rief damals zum gemeinsamen Häkeln auf.
Wärmende Teile
Die einfache Vorgabe: 14 x 14 Zentimeter große Fleckerl, gehäkelt oder gestrickt, jedes ein Unikat.
Aus diesen bunten Einzelstücken wurden Decken, Schals und andere wärmende Textilien gefertigt.
Im Bild: 14 x 14 Zentimeter große gehäkelte und gestrickte Fleckerl. Foto: (c) NLK Pfeiffer
Überwältigend
Der Zuspruch war überwältigend: Rund 1.500 Menschen aus ganz Österreich beteiligten sich an der Initiative, insgesamt wurden weit über 400.000 Fleckerl gehäkelt. Die fertigen Werke gingen an Einzelpersonen ebenso wie an Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen – und spendeten von 2020 bis Ende 2024 Wärme, Geborgenheit und ein Stück Menschlichkeit.
Von Böhmeinkirchen auf ganz Österreich
Was in Böheimkirchen begann, entwickelte sich rasch zu einer bundesweiten Bewegung, getragen von ehrenamtlichem Engagement und großem organisatorischem Einsatz.
Herz, Zeit und Können
"Diese Initiative ist ein starkes Zeichen dafür, was entsteht, wenn Menschen Herz, Zeit und Können miteinander verbinden", sagte Johanna Mikl-Leitner bei der Teppichübergabe im Jänner 2026.
"Jedes einzelne Fleckerl steht für Mitgefühl, Zusammenhalt und Hoffnung und gemeinsam sind daraus Decken geworden, die weit mehr wärmen als nur den Körper. Die ‚Wollweiber‘ sind ein wunderbares Beispiel für gelebte Nächstenliebe und eine Weihnachtsgeschichte im besten Sinn", so Johanna Mikl-Leitner weiter.
Im Bild: Teppichübergabe im Landhaus St. Pölten in Niederösterreich. Monika Nemetz-Roither und Johanna Mikl-Leitner. Foto: (c) NLK Pfeiffer
Österreich verbunden
Der rote Häkelteppich, der nun im Landhaus übergeben wurde, symbolisiert die Gesamtheit dieses Engagements – und zugleich den nachhaltigen Charakter der Initiative.
Denn auch über den offiziellen Abschluss hinaus werden 2025 und in den kommenden Jahren weitere Einzelprojekte und Aktionen folgen.
Mikl-Leitner bedankte sich: "Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt. Die ‚Wollweiber‘ haben ganz Österreich Masche für Masche miteinander verbunden. Dafür sage ich von Herzen Danke".
- Infos über aktuelle Veranstaltungen - hier