Appell an Österreich: "Corona ernst nehmen & zusammenhalten!"

Um eine Überlastung des österreichischen Gesundheitssystemes zu vermeiden, rufen die GesundheitsreferentInnen der Bundesländer die österreichische Bevölkerung eindringlich auf, die Corona-Maßnahmen einzuhalten: "Viele Menschen in Österreich verspüren schon eine gewisse Corona-Müdigkeit, aber wir sind zuversichtlich, dass wir diese schwierigen Zeiten gut überstehen können, wenn wir zusammenhalten. Es braucht eine Trendwende bei den Infektionszahlen, die nur dann kommen wird, wenn sich auch alle an die Maßnahmen halten". Mehr über

  • den Aufruf der GesundheitsreferentInnen an die österreichische Bevölkerung- hier
  • das Gesundheitssystem und einige spezielle Maßnahmen der einzelnen Bundesländer - hier
  • den Ausnahmezustand und die Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vom 31.10.2020 - hier

2020GesundheitsstadtratPeterHackerWienFotoPrinzSCHNAPPENat ChristianStoecklLandeshauptmannStVSalzburgFotoLMZFranzNeumayrSB ChristineHaberlanderFotoLandOOEVolkerWeihbold FamilienlandesraetinPatriziaZollerFrischaufFotoLandTirolKathrein LandeshauptmannThomasStelzerUndSeineStellvertreterinChristineHaberlanderFotoLandOOE LandesraetinBognerStraussFotoLandSteiermarkStreibl LandesratBernhardTilgFotoLandTirolBerger LHDoskozilImBurgenlandFotoPrinzSCHNAPPENat LRUlrikeKoenigsbergerMiklLeitnerStephanPernkopfFotoNLKFilzwieser VorarlbergGesundheitslandesraetinMartinaRuescherFotoVLKASerra

Fotos (c): LMZ/Franz Neumayr SB, Land Steiermark/Streibl, NLK/Burchhart, Land OÖ/Volker Weihbold, LPD/Peter Just, VLK/A. Serra, Land Tirol/Berger, Kathrein, Prinz/SCHNAPPEN.AT

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"Die besten Regeln helfen nicht, wenn sich Menschen nicht daran halten"

LH-Stv. Christian Stöckl, (Salzburg, derzeit Vorsitzender der Landesgesundheitsreferentenkonferenz), Landesrätin Juliane Bogner-Strauß (Steiermark), Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (Burgenland), LH-Stv.in Christine Haberlander (Oberösterreich), Stadtrat Peter Hacker (Wien), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (Niederösterreich), LH-Stv. Stephan Pernkopf (Niederösterreich), LH-Stv. Beate Prettner (Kärnten), Landesrätin Martina Rüscher (Vorarlberg) und Landesrat Bernhard Tilg (Tirol) stehen in gegenseitigem regelmäßigem Kontakt mit den Regierungsvertretern.

Brauchen Kapapzitäten

Die GesundheitsreferentInnen über die Spitals-Situation: "Das österreichische Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt. Jedoch kann auch das beste System in Ausnahmesituationen an seine Grenzen geraten. Das gilt es mit aller Kraft zu verhindern. Mit dem rapiden Ansteigen der Infektionszahlen steigt auch die Zahl der mit Covid-19-Patientinnen und Patienten belegten Normal- und Intensivbetten dramatisch an. Unser oberstes Ziel muss es sein, zu jedem Zeitpunkt ausreichend Kapazitäten zu haben."

Eigenverantwortung

"Dies erreichen wir nur, wenn wir die Situation gemeinsam ernst nehmen, die Maßnahmen einhalten und dem Virus so viele Chancen wie möglich nehmen, um sich weiter auszubreiten. Das schaffen wir nur gemeinsam, denn wir wissen, dass der Kampf gegen das Virus nicht nur in den Spitälern, sondern vor allem durch Eigenverantwortung und Zusammenhalt vor den Toren der Krankenhäuser gewonnen wird. Die besten Regeln helfen nicht, wenn sich die Menschen nicht daran halten", so die GesundheitsreferentInnen.

 

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Spezielles Corona-Maßnahmen in Bundesländern

"Das Virus macht vor Grenzen nicht Halt. Nicht vor Gemeindegrenzen, nicht vor Bezirksgrenzen und auch nicht vor Bundesländergrenzen. Wir als Länder stehen alle vor der gleichen großen Herausforderung: Unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Die Ärztinnen und Ärzte sollen im schlimmsten Fall nicht entscheiden müssen, wer behandelt werden kann und wer nicht oder nicht mehr – es soll gar nicht erst dazu kommen, dass unterschiedliche Leben gegeneinander aufgerechnet werden müssen. Wir appellieren nochmals und eindringlich an alle Österreicherinnen und Österreicher: Die Lage ist ernst. Halten wir die Maßnahmen ein, tragen wir Masken, halten wir Abstand – so halten wir zusammen", richten sich die GesundheitsreferentInnen der Bundesländer an die Bevölkerung. 

Salzburg: Stufenplan für Private Spitäler

ChristianStoecklLandeshauptmannStVSalzburgFotoLMZFranzNeumayrSBDie privaten Spitäler im Land Salzburg stellen ab Mitte November 2020 die Infrastruktur wie Operationssäle und Pflegepersonal bereit, Ärzte aus den Landeskliniken führen die Eingriffe dann durch. Die Privatklinik Wehrle-Diakonissen macht ab Mitte November den Anfang.

Schritt für Schritt wird dann nach Bedarf mit weiteren privaten Krankenanstalten eine entsprechende Kooperation umgesetzt. "Wir haben entsprechende Verträge mit den Privatspitälern bereits vorbereitet", betont Landeshauptmann Stellvertreter Christian Stöckl.

Hohe Eskalationsstufe erreicht

Stöckl ergänzt: "Nachdem wir in unseren Planungen für die Corona-Welle eine hohe Eskalationsstufe erreicht haben, werden jetzt geplante Operationen auch in Privatspitälern durchgeführt. Ab 16. November werden in der Privatklinik Wehrle-Diakonissen Patienten der allgemeinen Klasse zusätzlich operiert. Damit entlasten wir die öffentlichen Krankenhäuser, schaffen Kapazität für die vielen Corona-Patienten.

 

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Wien: Teststraßen & Symptom-Checker

2020GesundheitsstadtratPeterHackerWienFotoPrinzSCHNAPPENatIn Wien stehen Teststraßen für Menschen, die in Wien leben oder arbeiten, zur Verfügung. Hat man keine  Symptome, dann kann man die Teststraße beim Ernst-Happel-Stadion aufsuchen. Die Teststraße auf der Wiener Donauinsel kann man auch mit leichten Symptomen aufsuchen. Getestet wird  in beiden Teststraßen mittels Gurgeltest.

Rasche Testung

"Wir haben bereits im August und September sehr gute Erfahrungen mit den Testungen von Reiserückkehrern in der Teststraße beim Ernst-Happel-Stadion gemacht. Durch die raschen Testungen konnten Infektionen frühzeitig erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Es ist daher sehr sinnvoll, wenn möglichst viele Menschen, die die freien Tage vergangener Woche für einen kurzen Urlaub genützt haben, in einer der beiden Teststraßen auf Nummer sicher gehen“, sagte der Gesundheitsstadtrat am 5. November 2020.

Symptom-Checker

Am  6. November 2020 startete die Bundeshauptstadt mit dem "Symptom-Checker" ein neues Online-Tool, das auf eine mögliche COVID-19-Infektion hindeuten soll. Stadtrat Peter Hacker: "Der digitale Symptom-Checker ersetzt keinen Arzt oder Corona-Test, hilft aber bei der ersten Einschätzung, ob eine weitere Abklärung notwendig ist."

 

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Steiermark: Contact Tracing

LandesraetinBognerStraussFotoLandSteiermarkStreiblDie Steiermark hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als erstes Bundesland am 6. November 2020 das Falldatenerhebungs-Tool der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Betrieb genommen: Personen, die über die Gesundheits-Hotline 1450 als Verdachtsfall einen Termin für einen Corona-Test bekommen, erhalten per SMS auch einen TAN-Code, der den Zugang zu einem Erehebungsformular im Gesundheitsministerium ermöglicht. Bei positivem Testerergebnis stehen alle Daten für weitere Maßnahmen zur Verfügung.

Corona-Pandemie

Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: "Ein funktionierendes Contact-Tracing ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Mit diesem neuen Instrument stärken wir das Contact-Tracing in der Steiermark, beschleunigen die Kontaktpersonenerhebung und entlasten die Behörden."

 

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Kärnten: Pilotprojekt an Schulen

In Kärnten läuft vom 9. bis 13. November 2020 ein Pilotprojekt, bei dem Antigentestungen zur Verdachtsfallabklärung von Corona-Symptomen an Bundes- und Pflichtschulen durchgeführt werden. Verdachtsfälle sollen damit schneller entdeckt werden und das könnte verhindern, dass ganze Schulklassen in Quarantäne müssen. 18.000 SchülerInnen an Pflicht- und Bundesschulen in Klagenfurt nehmen an dem Testprojekt teil.

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Burgenland: Testungen in Spitälern, Altenwohn- und Pflegeheimen

LHDoskozilImBurgenlandFotoPrinzSCHNAPPENatIm Burgenland werden seit Anfang November 2020 alle MitarbeiterInnen in den Krankenhäusern sowie Altenwohn- und Pflegeheimen flächendeckend auf eine mögliche Covid-19 Erkrankung getestet.

Eher kontrollierbar

"Eine Einschleppung des Virus muss so gut wie möglich kontrolliert werden. Je mehr Tests in diesen sensiblen Bereichen durchgeführt werden, desto eher bleibt die Ausbreitung des Virus kontrollierbar“, so der Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

SCHNAPPEN.AT berichtete - hier.

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Niederösterreich: Ehrenamtliche unterstützen beim Besuchsmanagement 

Landeshauptmann Stellvertreter Stephan Pernkopf und Ulrike Königsberger-Ludwig: "DasVirus ist eine unsichtbare Gefahr, vielleicht sind deswegen manche immer noch unvorsichtig. Doch jeder kann und muss einen Beitrag leisten, damit wir gut durch die Krise kommen."

Füreinander Niederösterreich

LRUlrikeKoenigsbergerMiklLeitnerStephanPernkopfFotoNLKFilzwieserÜber den Zivilschutzverband organisiert, unterstützen seit November 2020 freiwillige HelferInnen an Wochenendenden das Besuchsmanagement in den NÖ Pflegeeinrichtungen. Die Freiwilligen helfen bei der Registrierung der BesucherInnen, messen Fieben und achten auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. 

COVID-19

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister: "Die Sicherheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner in den NÖ Pflegeeinrichtungen hat für uns nach wie vor höchste Priorität. Dafür setzen wir alle notwendigen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung von COVID-19 hintanzuhalten. Gleichzeitig ist es aber gerade für unsere Bewohnerinnen und Bewohner wichtig, die sozialen Kontakte zu ermöglichen, die für sie, gerade auch in dieser herausfordernden Zeit, so wesentlich sind."

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Oberösterreich: Contact-Tracing-MitarbeiterInnen-Pool

Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen hat das Land Oberösterreich einen weiteren Contact-Tracing-MitarbeiterInnen-Pool eingerichtet, der im November 2020 abermals aufgestockt wird.

Von 72 auf 180 Mitarbeiter

LandeshauptmannThomasStelzerUndSeineStellvertreterinChristineHaberlanderFotoLandOOELandeshauptmann Thomas Stelzer und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander: "Das Land OÖ stockt den Contact-Tracing-Pool von aktuell 72 auf bis zu 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit um mehr als das Doppelte auf. Denn ein effektives Contact-Tracing bedeutet, dass wir zeitnah Infektionsketten zurückverfolgen und kontrollieren können."

Die Landesvertreter aus Oberösterreich weiter: "Mit dem enormen Anstieg der Zahlen in den vergangenen Tagen und Wochen steigt auch die Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Contact-Tracing. Auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Contact-Tracing-Pools können die Bezirkshauptmannschaften zurückgreifen, um weiterhin effektiv die Infektionsketten nachzuverfolgen."

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Vorarlberg: Übermittlung von digitalen Anweisungen & Kontrollen

In Vorarlberg werden seit 5. November 2020 positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen unmittelbar auf digitalem Weg zur Absonderung aufgefordert.

Die angegebenen Kontaktpersonen erhalten sofort eine automatische Mirtteilung via SMS oder E-Mail. Erkrankte und deren enge Kontaktpersonen werden unbürokratisch informiert, was die Abläufe vereinfacht und beschleunigt.

Automatische SMS oder E-Mail

VorarlbergGesundheitslandesraetinMartinaRuescherFotoVLKASerraLandeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher: "Durch die erfolgreiche Umstellung auf digitale Übermittlung können Erkrankte und enge Kontakte raschestmöglich erreicht und über die weiteren Maßnahmen informiert werden. Wir hoffen, dass auch das – neben den notwendigen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens – dazu beiträgt, Infektionsketten rasch zu unterbrechen und so die rasante Verbreitung des Virus einzudämmen."

Quarantänekontrollen

Bezirkshauptmannschaften und Polizei in Vorarlberg kontrollieren konsequent, verstärkt auf Tankstellen, in Vereinslokalen und auf Bahnhöfen, ob die vorgegebenen Corona-Maßnahmen auch tatsächlich eingehalten werden. In zwei Wochen wurden in Vorarlberg bereits 495 Quarantänekontrollen durchgeführt.

Landesrat Christian Gantner am 6.11.2020: "Entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen ist, dass sie tatsächlich umgesetzt werden. Es braucht unser aller Disziplin und Verantwortungsbewusstsein, damit wir die notwendige rasche Trendumkehr bei den Infektionszahlen schaffen können. Mit den behördlichen Kontrollen wollen wir diese Dringlichkeit zusätzlich unterstreichen."

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 Tirol: Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in Krisenzeiten

FamilienlandesraetinPatriziaZollerFrischaufFotoLandTirolKathreinMaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemiebekämpfung, wie Schulschließungen oder die Absonderung positiv getesteter Personen, haben zur Folge, dass Schulen, Kindergärten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder PflegerInnen in der Hausbetreuung ihren Betreuungspflichten nicht mehr nachkommen können. Eltern und Angehörige von betreuungspflichtigen Menschen sind dadurch enorm belastet.

Sonderbetreuungszeiten

"Wenn ein Kind oder ein zu pflegender Angehöriger durch behördliche Maßnahmen nicht mehr betreut werden kann, sind auch die ArbeitnehmerInnen auf eine schnelle Lösung angewiesen. Wir müssen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in Krisenzeiten gewährleisten. Die Sonderbetreuungszeit ist eine schnelle und unkomplizierte Antwort auf die Betreuungsfrage", so Patrizia Zoller-Frischauf.

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